In einem ausführlichen Gespräch mit Agrarminister Norbert Totschnig hat der Unabhängige Bauernverband (UBV) seine zentrale Forderung nach einer Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik bekräftigt. Aus Sicht des UBV müssen die besonderen Herausforderungen der Berg- und Alpenregionen sowie der klein- und mittelstrukturierten Familienbetriebe in Österreich stärker berücksichtigt werden. Gleich zu Beginn haben wir Herrn Minister auf den massiven Preisverfall bei Rindfleisch und die niedrigen Preise beim Getreide und
Schweinefleisch hingewiesen.
Kritisch sieht der UBV die Auswirkungen von Handelsabkommen wie MERCOSUR oder der Marktöffnung gegenüber der Ukraine. Diese erhöhen den Wettbewerbsdruck auf die heimische Landwirtschaft sehr und belasten insbesondere kleinere Betriebe. Ziel muss die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen und regionaler Wertschöpfung sein. Der UBV spricht sich daher für eine differenzierte EU-Agrarpolitik aus, die die Berglandwirtschaft und familiengeführte Betriebe gezielt stärkt. In diesem Zusammenhang wurde auch das UBV- Sockelbetragsmodell als möglicher Ansatz vorgestellt. Minister Totschnig sagte zu, diesen Vorschlag näher zu prüfen.
Weitere zentrale Anliegen sind die Entlastung der Landwirtschaft bei Agrardiesel, CO₂-Abgaben und Düngemitteln sowie die Anerkennung der Klimaleistungen der Bauern. Bei der EU-Entwaldungsverordnung werden praxistaugliche und bürokratiearme Lösungen verlangt. Der Waldfonds soll fortgeführt und die Finanzierung langfristig gesichert werden. Bei Renaturierungsmaßnahmen fordert der UBV die verbindliche Einbindung von Grundeigentümern und Bewirtschaftern sowie einen vollständigen Kostenersatz auch für die Bodenwertminderung. Für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) spricht sich der UBV für den Erhalt der bisherigen Fördersäulen aus. Renaturierungsmaßnahmen und LEADER-Projekte ohne landwirtschaftlichen Bezug dürfen nicht aus dem Agrarbudget finanziert werden.
Kritisch gesehen werden verpflichtende Schulungsprogramme und der hohe Verwaltungsaufwand. Konkret fordert der UBV österreichweit 1.000 Agrarbeamte weniger, das würde 100 Mio. Euro mehr für die Bauern ergeben sowie einen umfassenden Bürokratieabbau; die Sicherung analoger Zugangswege sowie eine Inflationsanpassung von Förderungen und Ausgleichszahlungen. Im Bereich der NEC-Richtlinie wird eine vollständige und wissenschaftlich fundierte Bewertung aller Maßnahmen, insbesondere der
Gülleverdünnung, gefordert. Zudem sollen Forschung und Datengrundlagen in diesem Bereich weiter ausgebaut werden.
Weitere Forderungen des UBV betreffen die Vereinfachung von Wassernutzungsrechten und die Ausweitung von Bewässerungsförderungen. Zudem wird ein besserer rechtlicher Schutz für Landwirte bei Haftungsfragen gefordert. Handlungsbedarf sieht der UBV auch bei den Problemen im Holztransport durch die ÖBB Rail Cargo, die Waldbauern, Frächter und die Holzwirtschaft belasten.
Darüber hinaus werden sozial- und steuerrechtliche Verbesserungen gefordert, darunter eine Anhebung der Grenze für die Sozialversicherungspflicht, höhere Zuverdienstmöglichkeiten im Rahmen der Pauschalierung sowie ein Anspruch auf Arbeitslosengeld für Nebenerwerbslandwirte.
Seitens des Österr. Unabhängigen Bauernverbandes waren die Landwirtschaftskammer-Räte Josef Handl (NÖ) und Paul Pree (OÖ) am Podium. Einen ausführlichen Artikel darüber lesen Sie auf Top Agrar: Über 400 Bauern in Garsten: Bauerngipfel mit klarer Botschaft: Schluss mit Spaltung und Preisdruck! | top agrar
Die vom Bündnis Zukunft Landwirtschaft organisierte Demonstration vom 1. April 2026 schlägt voll ein.
Die Anliegen der Bauern sind entsprechend groß: Bei einer vom Bündnis Zukunft Landwirtschaft organisierten Demonstration wurde Wien zeitweise lahmgelegt. Lautstark präsentierten die rund 3.000 anwesenden Landwirte dem Landwirtschaftsminister sowie den für Landwirtschaft zuständigen Nationalrats-abgeordneten ihre Probleme und Forderungen. Ein „Weiter wie bisher“ dürfe es nicht mehr geben – andernfalls werde man wiederkommen. „Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen“, war bei der Kundgebung vor dem Landwirtschaftsministerium zu hören.
Die Demonstration unterstrich und rechtfertigte die Vorgehensweise des Unabhängigen Bauernverbands – im Interesse der Konsumenten, der Anrainer, der Wirtschaft, künftiger Generationen und nicht zuletzt der Bauern selbst.
Ein Herzliches DANKE an
Erich Altenriederer samt Freunden vom UBV St. Pölten für Äpfel und Fruchtsäfte
Gerhard Halbwachs und Familie vom UBV Lilienfeld für die Feldküche mit Würstel und Semmeln.
Eine parteiunabhängige Interessenvertretung der Landwirtschaft ist wichtiger denn je und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Demonstration am 1. April 2026 in Wien bestätigte diese Entwicklung eindrucksvoll.
Bei der Vollversammlung der BBK Scheibbs brachte der Unabhängige Bauernverband (UBV) insgesamt elf Anträge ein. Ein Antrag wurde im Vorfeld zurückgezogen, die verbleibenden zehn Anträge wurden
angenommen. Im Pflanzenbau-Ausschuss stammten drei Anträge in Ursprung und Idee vom UBV – auch diese wurden alle angenommen. Zudem wurden die Anträge des Bauernbundes (BB) angenommen. Die FPÖ
brachte keinen Antrag ein und war bei der Sitzung nicht anwesend.
Der Dieselkanister steht symbolisch für die hohen Treibstoffpreise. Während der Milchpreis in kürzester Zeit um 30 % gesunken ist, ist der Dieselpreis um 40 % gestiegen. Der Unabhängige
Bauernverband zeigt damit auf, was in der Landwirtschaft nicht stimmt. Wir jammern nicht, doch wir fürchten um die Existenz unserer Kinder.
Am Foto von links: Die Bezirksbauernkammerräte Johannes Teufl, Daniel Glinserer, Thomas Erber, Josef Handl, Martin Gruber, Christian Handl und Leopold Fuchs; Nicht am Bild: Johannes
Grollhofer
Am 27. Februar 2026 trafen sich in Schärding die Spitzen des Österreichischen Unabhängigen Bauernverbandes mit dem Präsidenten des Bayrischen Bauernverbandes Günther
Felßner.
Er vertritt 135.000 aktive landwirtschaftliche Betriebe in Bayern.
Folgende Themen wurden besprochen:
* Mercosur
* Ukraine
* Gülle
* Zölle
* Landw. Stromtarif
* förderbare Investitionen in der DE LW
je Betrieb werden 1,2 mio.€ Investitionssumme mit 35%
gefördert
* Jagdgesetz, Wolfentnahme...
Am Bild von links: Obmann Herbert Hochwallner, Bundesbäuerin Stv. Ilse Feldbauer, KR Ing. Paul Pree, Präsident des Bayr. Bauernverbandes Dipl. Ing. Günther Felßner, Ing. Bernhard
Tafelmeier-Marin, UBV-Bundesobmann ÖR Karl Keplinger, Organisationsreferent ÖR Johann Großpötzl
Vier Euro kommen beim Landwirt an, wenn ein Konsument im Supermarkt um 100 Euro Lebensmittel einkauft. Wohlbemerkt: vier Euro Einnahmen, nicht Gewinn. „Wo Österreich draufsteht, ist Österreich
drin“, heißt es. Sollte dann nicht auch der österreichische Landwirt gerecht entlohnt werden?
Der Grüne Bericht 2025 weist für den Zeitraum von 2023 auf 2024 ein Einkommensplus von 4,5 % aus. Das durchschnittliche Einkommen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe belief sich im
vergangenen Jahr auf 40.024 Euro pro Betrieb. Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass das Minus von 16 % im Vorjahr die bäuerlichen Familienbetriebe weiterhin massiv
belastet.
Im Gegensatz zur Landwirtschaft sind die Löhne in nahezu allen anderen Bereichen in den vergangenen Jahren stark gestiegen – ein wesentlicher Treiber der Teuerung in Österreich. Gleichzeitig
explodieren in der Landwirtschaft die Kosten: Betriebsmittel, Strom, Diesel, Löhne, Steuern, Versicherungen und Maschinen werden immer teurer. Besonders der Dünger verteuert sich derzeit nahezu
täglich, nicht zuletzt durch die CO₂-Steuer.
Demgegenüber fallen die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte wie Fleisch, Milch, Zuckerrüben, Wein und viele weitere kontinuierlich. Der Milchpreis ist im November um drei Cent und im
Dezember nochmals um einen Cent gesunken – die Tendenz zeigt weiter nach unten. Auch bei Schweine- und Rindfleisch sind bereits deutliche Abwärtstendenzen zu erkennen. Die Lage bei Getreide,
inklusive Mais, ist angespannt, bei Kartoffeln sogar dramatisch. Weizen für unser tägliches Brot darf – im Sinne der Lebensmittel- und Versorgungssicherheit – nicht unter dem Erzeugerpreis
gehandelt werden. Es kann nicht sein, dass ein Bauer draufzahlen muss, um Grundnahrungsmittel zu produzieren.
Zu den Aussagen, ein 50-Hektar-Betrieb arbeite angeblich nur 30 Tage im Jahr: Sehr geehrter Herr Ex-Minister, die Realität sieht anders aus. Den Rest des Jahres müssen viele Betriebsführer einer
außerlandwirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen, um sich ihr „Hobby Bauer“ überhaupt leisten zu können. Oder sind solche Aussagen politisch notwendig, um medialen Werbezündstoff zu erzeugen?
Dringender Handlungsbedarf besteht unter anderem bei der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung. Diese wurde seit über 20 Jahren versprochen, ist aber bis heute nicht wirksam umgesetzt. Wenn sich
nicht einmal die Kantine des Landwirtschaftsministeriums an die Verwendung heimischer Lebensmittel hält, sollte das uns Bauern zu denken geben.
Ebenso dringend ist ein klares Bekenntnis der Politik bei den Handelsabkommen erforderlich. Der UBV fordert ein eindeutiges Nein zum Ukraine-Abkommen – dieses ruiniert unsere Landwirtschaft. Seit
September fallen unsere Produktpreise, während der Handel die Gewinne einstreift. Ebenso braucht es ein klares Nein zu Mercosur, denn dieses Abkommen ruiniert ebenso die heimische Landwirtschaft.
Ein Zurück wird es dann kaum mehr geben. Daher ist die Bundesregierung gefordert, den entstandenen Schaden abzugelten und die heimischen Betriebe zu schützen.
LK-Rat Josef Handl, Oberndorf (NÖ)
Eine Delegation des UBV NÖ hat sich am 12. Jänner 2026 mit Landwirtschaftskammerpräsident Schmuckenschlager zum Meinungsaustausch getroffen. Themen des Gespräches waren:
Am 22. November 2025 fand unser Ausflug nach Oberösterreich statt, an dem viele Interessierte teilnahmen. Zunächst machten wir Halt bei der Firma Schwarzmayr in Gampern, wo wir spannende
Einblicke in die Entstehung des Landmaschinenhandels erhielten und an einer Betriebsbesichtigung teilnehmen durften.
Anschließend legten wir einen Zwischenstopp ein, um in gemütlicher Runde zu Mittag zu essen. Gut gestärkt ging es am Nachmittag weiter zum Betrieb von Johann Konrad in Pfaffing. Auch dort bekamen
wir interessante Informationen zur Entstehung des Betriebs sowie eine ausführliche Führung.
Vielen Dank an beide Betriebe, dass wir bei euch diesen spannenden und informativen Tag verbringen durften und ihr euch die Zeit für uns genommen habt.
Die 1:1-Gülleverdünnung (GGV 1:1) ist nun offiziell – Dank des Unabhängigen Bauernverbandes und Gülleforscher Bernhard Tafelmeier-Marin – als weitere anerkannte Methode zur Erfüllung der NEC-Richtlinie zugelassen und gilt als gleichwertig zur bodennahen Gülleausbringung. Die jährliche Erfassung wird derzeit vorbereitet, in einigen Regionen ist sie bereits angelaufen. Die GGV (TS 5–7 %) bzw. GGV 1:1 (TS < 5 %) kann mit allen Ausbringtechniken kombiniert werden, um die Effizienz der Nährstoffnutzung zu steigern. Bei der Datenerhebung bzw. Erfassung durch die Leistungskontrolle (Lfl) bzw. Kontrollassistent fehlt bislang eine klare Erklärung, wie die Güllemengen ermittelt und in die jeweiligen Kategorien unterteilt werden, damit die korrekten Werte angegeben werden können. Eine Hilfestellung dazu bieten die folgenden Downloads.
Vorteile der Gülleverflüssigung
Hilfsmittel
Die unterstützende Penergetic-g-Technologie fördert eine aerobe organische Zersetzung und Sedimentierung der Gülle, senkt dabei den Trockensubstanzgehalt (TS) und trägt dazu bei,
die bodennahe Ausbringtechnik wirtschaftlicher zu gestalten. Gleichzeitig erleichtert sie die Güllebewirtschaftung bereits ab dem Stall.
Mit dem Güllehydrometer/Güllespindel lassen sich innerhalb weniger Minuten der TS-Gehalt, die Güllemengen sowie die Nährstoffeffizienz einfach und präzise bestimmen bzw.
anpassen.
Bezugnehmend auf den Artikel "Bauernbund verlangt Stopp für Ukraine-Importe" vom 29. Mai 2025 hält der Unabhängige Bauernverband (UBV) fest, das die im Artikel behandelten Themen bereits im Dezember 2023 und im April 2024 vom UBV in Resolutionen in der Vollversammlung der Landeslandwirtschaftskammer gefordert wurden.
Damals hat sich der Bauernbund genau gegen diese im Artikel erwähnten Forderungen ausgesprochen! Schön, dass die Forderungen des UBV endlich in der Bauernbund-Zeitung veröffentlicht werden!
UBV Anträge nachzulesen unter: LLWK-Anträge
Im nachstehenden Artikel (Download) lesen Sie worauf Sie als betroffener Grundeingentümer besondern achten müssen.
Es geht um folgende Punkte:
Auf Bezirksebene ist der UBV mit insgesamt 54 Kammerräten vertreten. Wir gratulieren den neuen UBV BBK-Räten und wünschen alles Gute für die Arbeit in der Kammer im Sinne der Bauern und der ländlichen Bevölkerung.
Bezirk Korneuburg
Am Bild:
Kammerobmann Akfm Hannes ZEHETNER
Obmann-Stv. Bezirksbäuerin Magdalena GRABLER
Obmann-Stv. Hannes REINGRUBER
KR Dr. Johannes SCHACHEL
KR Johann SCHNEIDER
Bildquelle: c/o BBK Korneuburg
Bezirk St. Pölten
Am Bild v.l. UBV BBK-Räte Alois Singhofer aus Traismauer, Erich Altenriederer aus Nußdorf ob der Traisen, Albert Huber aus Prinzersdorf und Christian Dockner aus Nußdorf ob der Traisen mit Landesobmann Herbert Hochwallner aus St. Peter in der Au. BBK-Rat Franz Leeb aus Herzogenburg ist nicht am Bild.
Bezirk Melk
Am Bild v.l. UBV BBK-Räte Franz Fink aus Kilb, Gerhard Schönbichler und Sonja Schönbichler aus Krummnußbaum, Gottfried Leitner und Stefan Scheibreithner aus Hofamt Priel.
Bezirk Scheibbs
Am Bild vordere Reihe: Josef Handl aus Oberndorf, Daniel Glinserer aus Lunz am See, Thomas Erber aus Wolfpassing und Johannes Grollhofer aus St. Georgen
Hintere Reihe: Leopold Fuchs aus Wieselburg, Martin Gruber aus Scheibbs, Christian Handl aus Oberndorf, Johannes Teufl aus Reinsberg
Unsere neuen UBV BBK-Räte in Amstetten
Bei der konstituierenden Vollversammlung der BBK Amstetten am 5.5.2025 brachte der Unabhängige Bauernverband einen Dringlichkeitsantrag zum Thema Glasfaserausbau ein. Der Antrag wurde vom
Kammerobmann Pum nicht angenommen und somit hat er klar gegen die Geschäftsordnung verstoßen. Kammerobmann Andreas Pum wurde gegen die Stimmen des UBV zum Kammerobmann gewählt.
Am Bild v.l. die BBK-Räte Leopold Sonnleitner aus Seitenstetten, Johannes Edermayr aus Biberbach, Reinhard Peham aus Zeillern, Franz Spreitz aus Ertl, Kammerobmann Ing. Andreas Pum,
Landeskammerrat Herbert Hochwallner aus St. Peter in der Au, Felix Buchner aus Stadt Haag, Wolfgang Galdberger aus Aschbach, Johann Pechhacker aus Neuhofen an der Ybbs, Markus Stolz und Andreas
Schoder aus Zeillern.
Bezirk Neunkirchen
Am Bild v.l. Kammerobmann Thomas Handler mit den UBV BBK-Räten Erwin Haider aus Raach am Hochgebirge und Anton Lackner aus Thomasberg sowie LK-Rat Herbert Hochwallner aus St. Peter in der Au.
Bezirk Wiener Neustadt
Am Bild v.l. Kammerobmann Manuel Zusag mit den UBV BBK-Räten Stefan Hofleitner aus Kirchschlag, Andreas Trimmel aus Wiesmath, David Stocker ebenso aus Kirchschlag und LK-Rat Herbert Hochwallner
aus St. Peter in der Au.