Pressegespräch 12.2.2025

Der UBV tritt zum zweiten Mal allein und als einziger Unabhängiger Bauernverband bei der LK-Wahl wieder an. Das Ziel ist eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses der letzten Wahl. Damals gelang es dem UBV als einzige Alternative zum Bauernbund in die Landeskammer einzuziehen. Trat man bei der letzten Wahl in 8 Bezirken an, so sind es dieses Mal 16 Bezirke, wo der UBV konkret auch für die Bezirkskammer kandidiert. Insgesamt kandieren rund 100 Bäuerinnen und Bauern für den UBV bei der Landwirtschaftskammerwahl am 9. März!

Der UBV übte zur generellen Art und Weise – die Kammerwahl, das Kammerwahlgesetz usw. betreffend heftige Kritik. Die aktuellen Regulierungen erinnern an das tiefste Mittelalter, sie haben mit echter Demokratie nichts am Hut. Der UBV fordert dazu den Rücktritt des zuständigen Agrarlandesrat LH Stv. Stephan Pernkopf. Sein Wirken in diesem Zusammenhang sei einer Demokratie unwürdig, betont UBV-Obmann LKR Herbert Hochwallner: Wie man generell sich schon fragt, wieso man im Niederösterreichischen Landtag nicht fähig oder willens ist, eine Wahlkampfordnung und ein Wahlrecht so zu gestalten, dass es fair wie korrekt und gerecht ist.

Der UBV tritt bei der Wahl deshalb an, und Bäuerinnen wie Bauern engagieren sich deshalb im UBV, weil in der Landwirtschaft - vorne wie hinten - eigentlich kaum mehr was wirklich passt. Die Bauerneinkommen sind jenseits von Gut und Böse. Die Bauern werden von Brüssel bis Wien mit Auflagen und Hürden sowie komplett untauglichen Spielregeln und Vorgaben zugeschüttet, sodass sie schlicht und ergreifend kaum mehr ein Einkommen erwirtschaften können. Die Konsequenz ist, dass die Bauern die Betriebe schließen bzw. aufhören. Den von Verlusten oder dem ständigen Dazuzahlen kann kein Bauernhof überleben. Das scheint all jenen Bauernvertretern, die ihr Einkommen aus Funktionen schöpfen und nicht mit der Arbeit am Betrieb verdienen nicht mehr bewusst zu sein.

Die engagierten Bäuerinnen wie Bauern sind echte, aktive Bauern. Sie wollen weiter Bauern bleiben, in den Regionen draußen ihr Land bewirtschaften und regionale Lebensmittel erzeugen. Gehen die Bauern, wird das Land, welches Millionen an Bürgern, Gästen, Touristen noch lieben und sich daher dort gerne erholen, außer Wald nichts mehr sehen. Dazu wird die regionale Versorgung von Lebensmitteln nicht mehr möglich sein. Mit der aktuellen Bauernvertretung, die zu lange eine Art Monopolstellung hatte, wird sich bei der Agrarpolitik nichts mehr ändern. Und damit auch nichts für die Bauern. Die aktuelle Bauernvertretung schwört auf die EU-GAP, die gemeinsame EU-Agrarpolitik!

Dieses System ist aus der Sicht des UBV komplett gescheitert. Die EU-Agrarpolitik ist für Konzerne ausgerichtet und zerstört, vernichtet die bäuerlichen Betriebe in der ganzen EU, insbesondere aber in den Regionen der Alpen und damit in unseren unmittelbaren Lebensräumen. „Wir wollen das nicht, wir wollen es anders“, betonten die Verantwortlichen beim UBV. Wer also will, dass sich für die Bauern etwas gravierend ändert, der muss am 9. März den UBV wählen. Der UBV ist bei der Kammerwahl in Niederösterreich die einzige echte, ernsthafte Alternative zum bisherigen BB-Agrarregime.

Die wichtigsten Anliegen, Forderungen bzw. konkreten Lösungsvorschläge aus der Sicht des UBV finden sich in den 42 Forderungen an die Politik, welche der UBV am 16. Jänner 2025 an den Präsidenten des Nationalrates für alle Abgeordneten (Nationalräte wie Bundesräte) überreichte. Der UBV will, dass die Fragen zu den Bauern, zur Ernährungssicherheit und damit zu Unabhängigkeit in vielen Fragen aus dem parteipolitischem Gezänk herausgelöst werden. Der Präsident des Nationalrates, Dr. Walter Rosenkranz will dieses Ansinnen unterstützen.

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Presseinformation anlässlich LK Wahl NÖ 2025
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Forderungskatalog
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Forderungskatalog
Bei der Kundgebung am 16. Jänner 2025 vor dem Parlament wurde ein Forderungskatalog überreicht.
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Traktor-Protest-Sternfahrt am 16.1.2025


Güllefachtag am Betrieb Josef Handl

 

Bei schönstem Frühsommerwetter fand am 21. Mai 2022 der Fachtag zur Güllewirtschaft am Betrieb von Josef Handl in Oberndorf (Bezirk Scheibbs) statt. Der Vormittag war geprägt von hörenswerten, gut besuchten Fachvorträgen.

 

DI Springer referierte über die NEC Richtlinie aus 2018 der EU, die den EU Ländern nationale Reduktionen im Bereich der Luftreinhaltung vorschreibt, wie z.B. Feinstaub, Methan oder eben auch Ammoniakstickstoff, welcher vor allem in der intensiven Landwirtschaft entsteht und Handlungsbedarf auslöst. Der Vortragende erklärte sehr verständlich den hohen Düngerwert von Gülle hinsichtlich der Nährstoffe und Spurenelemente. Auch die Gefahren die oft durch entstehende Gasbildungen entstehen. Relevant für die NEC Richtlinie sind aber  der Ammoniakstickstoff aus der Eiweißverdauung der Tiere, der sich von der anfangs flüssigen Form  in eine gasförmige Form wandelt und besonders bei Wärme in die Luft entweicht. Laut Fachmeinung geschieht dies am intensivsten unmittelbar nach dem Ausbringen auf das Feld.

 

In der anschließenden Diskussion zeigten sich zwei Lösungsansätze zu dieser Thematik, nämlich einerseits  eine neue, sehr bodennahe Ausbringung der Gülle  (Schleppschlauchsystem ) versus Prallteller, oder aber eine Reihe von teils schon länger bekannten Möglichkeiten der Güllebehandlungen wie Gesteinsmehle, effektive Mikroorganismen und andere spannende Ideen, die viel weniger technische und energetische Kosten verursachen.


Im Vortrag von Julia Pfügl (BBK Scheibbs) ging es um die Separierung von Gülle, das heißt, mittels einer Maschine werden unverdaute Rohfaserteile aus der Gülle herausgefiltert, die Gülle wird dadurch flüssiger und die angetrockneten Fasern können z.B. auch als Liegeboxeneinstreu verwendet werden.  


Den Abschluss der Vorträge bildete Florian Moser vom Maschinenring Melk, der gekonnt die vielen Möglichkeiten der digitalen Hilfen zur effizienten  Bodenbearbeitung und Düngung erklärte.  

Am Nachmittag konnte man dann den praktischen Einsatz neuester Technik wie Güllefässer, Separator und anderer Technik erleben.

Artikel auf Top Agrar: Technik für die bodennahe Gülleausbringung | top agrar Österreich

 

Der Hausherr Josef Handl ging persönlich von Aussteller zu Aussteller und alle konnten ausführlich über ihre Produkte, ihre Forschungen und die gesammelten Erfahrungen berichten.

 

Lobenswert war eine perfekt eingestellte Tonanlage, durch die die Besucher in allen Bereichen des Hofes und der Freiflächen gute und verständliche Information erhalten konnten, ebenso die freundliche Bedienung bei Speis und Trank durch die fleißigen Helfer der UBV Bauern.


Anwesend waren auch der Obmann der BBK Scheibbs Mag. Franz Rafetzeder, der Obmann des UBV Herbert Hochwallner und LKR Hubert Buchinger.

Euer Gottfried Leitner

 

PS: Weitere Informationen von den verschiedenen Ausbringtechniken, Vor- und Nachteile sowie den Verlauf des Wiesenbestandes finden Sie auf der UBV NÖ Facebookseite